Berühmte Pokerspieler Teil I: Phil Ivey und Doyle Brunson

Donnerstag, 5. Juli 2012

Nur die besten Player können sich mit Fug und Recht als Pokerspieler bezeichnen, alle anderen spielen einfach nur Poker.

Zu den wirklich guten Pokerspielern gehört auf jeden Fall Phil Ivey. Geboren wurde er am 1. Februar 1976 im kalifornischen Riverside, aufgewachsen ist er in New Jersey. Dort beginn Ivey bereits recht früh, sich im Poker auszubilden, in dem er regelmäßig Matches gegen seine Kollegen bei einer Firma für Telemarketing veranstaltete. Obwohl er als Verkäufer durchaus gute Referenzen aufwies und nicht schlecht verdiente, entschied sich Phil schließlich, seine eigentliche Leidenschaft auch professionell zu betreiben.

Schon als Teenager fälschte er einen Ausweis, um im Spielerparadies Atlantic City sein Glück versuchen zu können. Aus dieser Zeit rührt auch sein Spitzname „No Home Jerome.“ Später stieg er in das Poker – Business hauptberuflich ein – und ist es bis heute äußerst erfolgreich geblieben.

Trotz seiner hauptsächlichen Orientierung an Cash-Games kann Ivey auch als Spieler bei Turnieren auftrumpfen. So gelangen ihm im Jahre 200s insgesamt drei Siege während der Word Series of Poker. Damit konnte er mit den Legenden Phil Hellmuth und Ted Forrest gleichziehen, die ebenfalls so viele Titel in einem Jahr gewinnen konnten. Ähnlichen Erfolg verzeichnete er beim Pot Limit Omaha und der World Series of Poker der Jahre 2000 wie 2005, bei denen ihm der Gewinn von Bracelets gelang. Bracelet Nummer sechs und sieben verbuchte Ivey während der World Series of Poker 2009. Im damaligen achten Event, dem Deuce to Seven Single Draw, und dem fünfundzwanzigsten Event, der Omaha/Seven Card Stud HL/8 or Better, schafft er es ebenfalls, sich den Sieg zu sichern.

Heute ist Phil Ivey vertraglich an Full Tillt Poker gebunden, er gilt aufgrund seines Alters als Tiger Woods des Pokerns. Im Laufe seiner Karriere hat Ivey Preisgelder von mehr als 9 Millionen Dollar eingestrichen.

Älter und trotzdem genauso ein Fuchs ist ohne Zweifel Doyle Brunson. Der auch als „Texas Dolly“ bekannte Pokerspieler ist seit mehr als 50 Jahren aktiv, seine äußerst professionelle Spielweise ist legendär. Ihm gelang sogar die zweifache Weltmeisterschaft, darüber hinaus verfasste Brunson mehrere Bücher über Strategie, Taktik und Geschichte des Pokers.

Texas Dolly schaffte es als erster Spieler überhaupt, bei offiziellen Turnieren die Summe von mehr als eine Million Dollar zu verdienen. Insgesamt zehn Siege bei der World Series of Poker glückten ihm, den Main Event konnte er sogar zweimal in Folge gewinnen.

Dabei begann alles mit einer ganz anderen Sportart: Basketball. In seiner Jugend spielte Branson sogar für das All State Texas Basketball – Team, musste seine erfolgreiche Karriere wegen einer schweren Knieverletzung beenden, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Aber das war beileibe kein großes Unglück, konzentrierte er sich doch fortan auf sein zweites Hobby: Poker. Und dabei stoppte ihn keine Verletzung! Schließlich wurde Branson ein so guter Player, dass er schließlich seinen Lebensunterhalt durch das Pokern bestritt.

Schon 1976 gewann er den Main Event der World Series of Poker, wurde Weltmeister und erhielt dafür die stattliche Summe von 220.000 Dollar. Ein Jahr später glückte ihm dies erneut, er verteidigte seinen Titel und siegte zudem in zwei einzelnen Wettbewerben. In den Jahren 1978 und 1979 gelangen ihm weitere Siege bei Nebenturnieren der World Series.

Seinen Spitznamen bekam Brunson durch den Kommentator Jimmy Snyder. Dieser US-amerikanische Moderator las seinen Namen während einer Veranstaltung vor und wollte den Spieler gewitzt als „Texas Doyle“ bezeichnen, diktierte dem Ansager jedoch Dolly statt Doyle. Die lustige Verwechslung nahm Brunson keineswegs übel und den Zuschauern blieb die Bezeichnung im Gedächtnis. Bis heute kennt ihn wohl jeder am Poker Interessierte unter diesem Spitznamen.

Sogar zwei Starthände beim Texas Hold´em sind nach Brunson benannt: Eine Zehn und eine Zwei tragen dabei seinen Namen, gewann er damit doch seine beiden Weltmeistertitel. In beiden aufeinanderfolgenden Jahren wurde aus dieser Kombination ein siegreiches Fullhouse.

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