Berühmte Pokerspieler Teil II: Chris „Jesus“ Ferguson und Gustav Hansen

Mittwoch, 18. Juli 2012

Zu den herausragenden Größen im Pokerspiel gehören natürlich in erster Linie Player, die bei der maßgeblichen World Series of Poker entweder Einzeltitel oder sogar den Gesamtsieg erringen konnten.

Zu den erfolgreichsten Spielern ist deshalb sicher auch Chris Ferguson zu zählen, der am 11. April 1963 in Los Angeles das Licht der Welt erblickte. Und Chris ist beileibe kein Dummkopf: Im Jahre 1999 legte er seinen Doktortitel in Informatik ab, sein Thema beschäftigte sich mit künstlicher Intelligenz. Seine Dissertation wurde von Leonard Kleinrock betreut, Fergusons Eltern sind ebenfalls Doktoren, wenn auch in Mathematik!

Schon im zarten Alter von 10 Jahren begann Chris, sich für das Pokerspiel zu begeistern. Vielleicht half ihm dabei seine offenbare Begabung oder der elterliche Einfluss, mit Zahlen umzugehen – im Laufe der Jahre wurde er jedenfalls zu einem der besten Spieler der Welt. IRC – Poker war seine erste Schule, dort spielte während seiner College-Zeit in Chatrooms um Geld.

1994 nahm er dann zum ersten Mal an Turnieren teil, nur ein Jahr später schaffte er bereits die Anmeldung für die World Series of Poker. Diese konnte er schließlich im Jahr 2000 auch gewinnen und strich dabei 1.500.000 Dollar ein. Zudem gelang ihm als einem der wenigen Spieler der Sieg bei mehreren Circuit-Turnieren während der Series, so in Las Vegas und San Diego. Sein Preisgeld dafür betrug immerhin mehr als eine Million Dollar! Beim National Heads – UP Poker im Jahr 2008 siegte er im Finale gegen Andy Bloch und errang 500.000 Dollar. 2006 stellte er sich auch noch der geradezu grotesken Herausforderung, aus 0 Dollar insgesamt 10.000 zu machen – was ihm nach 9 Monaten und zahlreichen Freeroll-Turnieren gelang. Großzügig spendete Ferguson den Gewinn an die Organisation „Save the Children.“ Die gesamten Gewinne während seiner Karriere dürften sich auf mehr als 7.300.000 Dollar belaufen.

Da Ferguson lange Haare und einen Bart trägt, tauften ihn Mitspieler und Zuschauer auf den Spitznamen „Jesus.“ Er hat die Fähigkeit, eine Spielkarte blitzschnell zu werfen, so schnell, dass sie sogar eine Banane durchschneidet! Oft nimmt er bei seinen Entscheidungen im Spiel Bezug auf mathematische Prozesse, weshalb er auch als „math guy“ bekannt ist.

Ein ganz anderer Typ, dabei jedoch keineswegs weniger erfolgreich, ist der dänische Superstar Gustav Hansen. Meist nennen ihn die Zuschauer, Mitspieler und Kommentatoren einfach nur „Gus.“ Am 13. Februar 1974 geboren, gehört Gus schon seit Mitte der 90er Jahre zu den international bekanntesten Playern. Sein Name findet sich fast immer auf der Card großer Turniere. Er heißt auch „The great dane“, auch wenn er zur Zeit in Monaco lebt.

Schon in seiner Kindheit spielte er mit Freunden Poker, allerdings war Gus auch im Tennis und im Backgammon aktiv. Dabei erzielte er einige Erfolge, zog im Jahr 2000 für das Backgammon sogar nach New York – um dort freilich ein wirklich großer Pokerspieler zu werden. Schnell entwickelte Hansen seinen eigenen Stil, er geht aggressiv und vollkommen unberechenbar zu Werke und konnte dadurch schon viele namhafte Gegner besiegen.

Große Erfolge errang Gus zudem bei der berühmten World Poker Tour. Drei Turniere gewann der Däne, was bis zum heutigen Tage einen unerreichten Rekord darstellt. 2004 wurde er deshalb auch in die Hall of Fame der World Poker Tour aufgenommen. Beim ersten Pokerstars – Turnier holte sich Gus ein Preisgeld von 1 Million Dollar. Darüber hinaus triumphierte er beim European Poker Masters, als ihm 2006 der Sieg beim London All Star Challenge gelang. Allerdings lassen die ganz großen Erfolge noch auf sich warten, so etwa ein Gesamtsieg bei der World Series of Poker oder bei der European Poker Tour. Dort errang Gus zwar Siege, aber bisher noch nie den Gesamsieg.

Allerdings wurde er demgegenüber schon zu einem der 50 schönsten Männer der Welt gekürt. Das People Magazin kürte ihn zu einem der Sexiest Men Alive. Unbestritten ein Titel, den er seinen Kollegen und Gegnern beim Pokerspiel voraushat und den er sicher auch gern gewann.

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