PokerStars wehrt sich gegen Bots und betrügerische Machenschaften

Dienstag, 12. Juni 2012

Zahlreiche Unregelmäßigkeiten, die Mitglieder im 2+2 Forum bemerkten, führten zu einer näheren Untersuchung bei PokerStars. Dabei wurden mehr als zwölf Bots identifiziert, eine ganze betrügerische Vereinigung aus China flog auf. Immer wieder beobachteten Teilnehmer, dass manche Player bei PokerStars nahezu identisch agierten und beinahe gleiche Gewinnraten aufwiesen. Hände auf NL 200 wie auch auf NL100 und NL50 wiesen eine ähnliche Zahl auf.

Rasch war klar: Die seltsamen Spielmuster waren keineswegs einzigartig und zufällig. 80.000 Dollar Gewinn wurden betrügerisch erspielt, dazu kam deutlich noch deutlich mehr Rakeback. Sofort wurden ihre Namen veröffentlicht, sie und die entsprechenden Bilanzen sind für jeden einsehbar. Zugleich erstattete PokerStars den geschädigten Spielern die verloren gegangene Summe, was für das Rake freilich nicht mehr möglich war. Ein im Nachhinein feststellbarer, prozentualer Rake-Anteil konnte schlichtweg nicht ermittelt werden, was auf der einen Seite zu großem Ärger und auch zu einem Vertrauensverlust führte. Allerdings erhielt PokerStars auch Kommentare und Hinweise, die angesichts der technischen Machbarkeit Verständnis für die Vorgehensweise äußerten.

Auch bei DoN – Sit and Go – Turnieren wurden bereits Betrüger, diesmal vor allem aus Vietnam und Russland, bemerkt. Zugleich beteiligten sich ebenfalls Chinesen, von denen immerhin 49 identifiziert und für die künftige Teilnahme ausgeschlossen wurden. Bei solchen Verfahren ging es nicht darum, Asiaten generell zu verdächtigen, doch schien es mehr als augenfällig, dass gerade bei DoN – SnG Chinesen die Mehrheit der Teilnehmer ausmachten. Manchmal saßen sechs Player der Mafia an einem Tisch!

Diese Verbrecher waren wahrscheinlich der Pokerschule im chinesischen Hua Zhou zugehörig, die immer mal wieder für negative Schlagzeilen sorgte und die bei PokerStars sogar für ihre Machenschaften bekannt ist. In dieser Schule lernen Schüler in Kursen und direkt an Computern das Spiel – was leider auch viele zwielichtige Gesellen anzieht.

Spiele, die nach dem DoN – SnG Prinzip funktionieren, sind für solche Betrügereien wie geschaffen, ist doch ein geringes Softplay in Bubble-Nähe für den eigenen Vorteil bereits ausreichend! Als „Superuser“ bezeichnete Mitspieler sehen sich gegenseitig in die Karten und nutzen dies für kriminelle Machenschaften aus. Ein gelegentliches Whipsawing oder auch Chipdumping führt langfristig zu guten Ergebnissen. Ersteres ermöglicht den beiderseitigen Angriff eines Spielers durch Raises und Re-Raises. Chipdumping hingegen kennzeichnet das bewußte und gewollte Verlieren, was in der Regel mit einem Limp-Fold auf eine unwichtige Bet hin zusammenhängt. Es braucht dafür keine komplizierte Software.

Faire Spieler haben nun die Befürchtung, dass PokerStars die Unregelmäßigkeiten zunehmen und auf Dauer ein durchsichtiges Gaming nicht mehr möglich ist. Das ist jedoch übertrieben, da gerade die von Online-Poker Anbietern verwandte Software sehr wohl die schwarzen Schafe herausfiltern kann und in dieser Hinsicht weitere Verbesserungen auch zu erwarten sind. PokerStars zahlt in berechtigten Fällen sofort und unkompliziert Entschädigung. Zudem ist Betrug im Glücksspiel nichts Neues und kann immer auftreten, egal, um welche Plattform oder um welches Spiel es sich handeln mag. Sicher, das ganze Ausmaß ist niemals abschließend zu erkennen, doch lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Mehrzahl der Teilnehmer fair agiert und der Spielspaß im Ganzen zwar leiden mag, doch keineswegs zu einer völligen Auflösung von Regel und Gesetz führen wird!

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