Poker Anfänger Strategie – die Value Bet

Wer noch neu in der Pokerszene ist und sich fleißig in die Materie einarbeitet, wird früher oder später häufiger über den Begriff Value Bet stoßen. Hier handelt es sich um ein grundlegendes Konzept, das durch Bücher schnell in der Theorie vermittelt werden kann, doch wenn es um die praktische Anwendung geht, haben viele Neulinge Probleme.

Die Value Bet ist wie der Namen schon andeuten lässt ein Einsatz, der “for Value” getätigt wird, mit dem also der Pot aufgebaut wird. Die Value Bet wird dann durchgeführt wenn man sich sicher ist, die stärkere Hand zu haben, mit der man am Showdown auch gewinnen kann. In der Theorie wie gesagt kein Problem, doch sollte man auch die Höhe der Value Bet an die jeweilige Situation anpassen können, wobei mehrere Faktoren in Betracht gezogen werden müssen:

  • Hand des Gegners
  • Einschätzung des Gegners
  • Fold-Equity

Bevor man seine Value Bet absetzt, sollte man sich Gedanken über die Hand des Gegners machen. Dies ist nicht immer einfach, denn man muss in jeder Wettrunde darauf achten, wie sicher sich ein Gegner dabei ist, eine Wette oder gar eine Erhöhung mitzugehen oder gar selbst zu erhöhen. Erst wenn man ein Gefühl über die Stärke der gegnerischen Hand hat, kann man eine angepasste Value Bet ansetzen.

Ein weiterer Faktor den man bedenken sollte ist die Einschätzung des Gegners über Ihre Hand. Ist sich der Gegner zuversichtlich die absoluten Nuts zu halten oder zögert er bei den Einsätzen? Die Anpassung der Value Bet ist ein wesentlicher Faktor einer professionellen Pokerstrategie, denn somit können Gewinne erhöht und Verluste begrenzt werden. Die besten Setup sind natürlich, wenn der Gegner eine starke Hand hat, die er nicht so einfach aufgeben wird, man selbst allerdings die bessere Hand hat. Bei einem solchen Setup kann man häufig erkennen, dass der Gegner jeden Einsatz mitgeht, so dass man seine Value Bet durchaus höher als üblich ansetzen kann.

Gerade bei Anfängern, also an den Tischen mit den kleineren Limits kann man häufig erkennen, dass die Gegner nicht bereits sind, sich von ihrer mittelmäßigen Hand zu trennen. Wenn sie am Flop ein Set getroffen haben, wird die Hand bis zum Showdown durchgespielt, komme was wolle. Natürlich ist ein Set auf dem Flop eine schöne Hand, die man ungern ablegt, doch wenn die Flop-Textur bereits mehrere fertige Flush- oder Straightdraws aufzeigt, muss man auch hier in der Lage sein, sich von seinen Karten zu trennen. Sollte man sich in einem solchen Setup befinden und einen solchen Gegner vor sich haben, so wird die Value Bet dementsprechend erhöht, denn hier hat man die Möglichkeit, sich einen großen Pot anzueignen. Diese Fähigkeit des Gegners die Hand abzulegen wird auch Fold-Equity genannt, jedoch ist dies wieder ein Kapitel für sich.

Gewinnmaximierung durch Value-Bets

Das Prinzip der Value Bet ist also sehr einfach, doch sollte man es nicht überstürzen, sondern den praktischen Umgang verinnerlichen. Natürlich wird man sich also Spieler an den kleinen Limits denken, dass eine Value-Bet nicht so viel heraus reisst, denn es handelt sich stets nur um ein paar Dollar oder Cent. Doch im Laufe eines Monats oder Quartals kann man schnell erkennen, wie gewinnbringend die einfache Strategie der Value-Bets doch ist.