Pokerfehler bei Anfängern – über das tighte Spiel am Pokertisch

Pokern hat es in den letzten Jahren zu unglaublicher Beliebtheit gebracht. Menschen aus allen erdenklichen Gesellschaftsschichten verbringen immer mehr Zeit mit diesem spannenden Spiel und das natürlich nicht nur zum Spaß, sondern auch das zu gewinnende Geld ist für viele ein Faktor, sich genauer mit dem Spiel auseinanderzusetzen. Es gibt allerdings immer wieder typische Fehler, mit denen die professionellen Spieler die Anfänger identifizieren und dementsprechend reagieren können.

Es spielt keine Rolle ob Turniere oder Cash-Game, einer der größten Fehler bei neuen Spielern hängt mit der Spielweise zusammen. Man hört oder liest häufig Sprüche wie “tight is right” und versucht natürlich, dies in sein Spiel einzubauen. Unter tightem Spiel versteht man, dass man nur ausgewählte Hände spielt von denen man weiß, dass sie eine höhere Chance auf einen Sieg aufweisen. So werden Karten wie 3-7 offsuite gleich in den Muck befördert, während man es bei Händen wie KK oder QQ kaum erwarten kann in den Pot einzusteigen. Natürlich ist eine solche Vorgehensweise mathematisch begründet und wird auch von professionellen Spielern begrüßt, doch bei Anfängern erkennt man häufig, dass diese zu extrem in ihren Handlungen sind.

Neue Spieler neigen häufig dazu, ein zu tightes Spiel ans Tageslicht zu bringen. Es ist wichtig, dass man es den Gegnern nicht zu einfach macht die eigene Spielweise zu lesen, sondern auch dafür sorgt, dass diese einen nicht genau lesen können. So sollte man zwar versuchen ein tightes Image aufzubauen, doch auf der anderen Seite dafür sorgen, dass man nicht zu weit in das Extrem rutscht. Ein Spieler, der zu tight ist, lässt sich schnell und gerne mit einer satten Erhöhung aus dem Pot werfen und genau dies ist einer der Punkte, warum die professionellen Spieler gerne gegen Neulinge spielen, da sie genau wissen, wie sie an ihr Geld kommen.

Während es beim Cash Game die Gegner direkt sind, die schnell merken, wenn man zum einen viel zu tighten Spiel neigt, ist es bei Turnieren der eigenen Stack, der einen Probleme machen wird. Wenn man bei Turnieren über einen längeren Zeitraum zu tight ist, dann wird man schnell bemerken, dass die Gegner ihren Stack im Vergleich zum eigenen Stack schnell ausbauen und gerade in den späteren Runden hat man dann das Problem, dass man nur noch zwei Möglichkeiten hat: All-In pushen oder wie gewohnt seine Hand ablegen. Dies bedeutet also, dass man von den Gegnern schnell gelesen werden kann und somit keinerlei Chancen auf einen Sieg hat.

Es ist zwar wichtig, dass man sich ein tightes Image aufbaut, doch sollte dies auch in einem gesunden Rahmen ablaufen. Aus diesem Grund sollte man auch als Anfänger darauf achten, dass man ab und an ein looses Spiel an den Tag legt. Dies verwirrt die Gegner und macht es ihnen besonders schwer, einen Read zu bekommen. Zudem erhöht man somit die Chance, einen dicken Pot gegen einen fortgeschrittenen Spieler zu gewinnen, der einen sowieso als zu tighten Spieler abgestempelt hat und dementsprechend versucht, einen aus dem Pot zu werfen.