Pokerwissen und Bücher – diese Grundlagen kann man aus Büchern lernen!

Wer sich bereits mit dem Pokern auseinandergesetzt hat wird wissen, dass es Bücher zu dem Thema mittlerweile wie Sand am Meer gibt und man als Neuling keine Ahnung mehr hat, für welche Bücher man sich eigentlich entscheiden sollte. Es gibt tatsächlich gravierende Unterscheide bei den vielen Büchern und dem, was man davon für sein eigenes Spiel lernen kann.

Generell kann man sagen, dass alle Pokerbücher auf irgendeine Art und Weise hilfreich sind, denn man lernt immer etwas dazu, wenn bei manchen auch nur wenig. Am besten ist es, wenn man den Fokus auf die Bücher lenkt, welche von bekannten professionellen Spielern verfasst wurden, denn hier handelt es sich in den meisten Fällen um eine kompakte Wissenssammlung, für dessen Erhalt die Spieler damals selbst viel Lehrgeld bezahlen mussten. Das Problem bei den Büchern ist nicht, sich das Wissen anzueignen, sondern dies am Tisch auch anwenden zu können. Hier haben es viele neue Spieler schwer, denn um das anzuwenden was man gelesen hat, muss man sicherstellen, dass man das Wissen auch verinnerlicht hat.

Zudem sollte man bei Pokerbüchern von Profis stets beachten, dass diese etwas anders ausgelegt sind. Die Spieler wie Phil Ivey oder Doyle Brunson haben die Micro-Stakes bereits seit Jahren hinter sich gelassen und man findet sie ausschließlich an den höheren Limits. Somit muss man auch beim Lesen der Lektüren bedenken, dass manche Techniken und Strategien an einem Tisch mit ein paar Cent nicht funktionieren werden.

Was man allerdings sehr gut aus Pokerbüchern lernen kann ist die Tatsache, dass man gegen unterschiedliche Spieler anders spielen muss. Es gibt beim Pokern verschiedene Prototypen an Gegnern, die man richtig einschätzen können. Zu Beginn seiner Pokerkarriere reicht es völlig aus, die unterschiedlichen Spieler in aggressiv und passiv einzuordnen, doch je höher man in den Levels aufsteigt, desto genauer muss die Einschätzung erfolgen. Manche Pokerstrategien funktionieren hier nicht genau so wie man sie im Buch liest, da es bei den kleinen Limits häufig der Fall ist, dass die Gegner einfach callen, denn “es kostet ja relativ wenig”.

Auch das Thema Erhöhungen kann man nicht immer genau so aus den Büchern übertragen, wie sie angepriesen werden. Häufig erhält man pauschale aussagen wie 3 BB + 1 BB pro beteiligtem Spieler, doch auch hier sollte man seine eigene Pokerstrategie anpassen. Wenn man beispielsweise an eine Tisch mit kleinen Limits sitzt und weiß, dass der Gegner auch größere Erhöhungen mitgeht weil er nur seine eigenen Karten spielt, dann sollte man seine Erhöhungen der Situation entsprechend anpassen, denn es handelt sich sonst um Gewinne, die man auf dem Tisch liegen lässt.

Generell kann das Wissen aus Pokerbüchern eine effektive Waffe sein, die dazu beiträgt, seine eigenen Pokerstrategie zu verbessern. Es ist allerdings sehr wichtig, dass man die einzelnen Bücher nicht schnell durchliest und denkt, dass man es nun drauf hat. Beim Lesen von Fachliteratur sollte man sich stets Zeit lassen und bestimmte Kapitel immer wieder durchlesen bis man sich sicher sein kann, dass man das Gelesene verinnerlicht hat. Nur dann macht das Wissen aus Büchern Sinn und hilft bei der Entwicklung der eigenen Pokerstrategie.