Tipps und Tricks: Texas Hold´em, Teil 1

Wer ein guter Pokerspieler werden will, braucht Geduld, Übung und das nötige Glück. Wer ein sehr guter und auch finanziell erfolgreicher Pokerspieler werden will, braucht viel Erfahrung, einen persönlichen Stil und nicht zuletzt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Risiko und Sicherheit stehen als Pole des Handelns fest, jeder Spieler neigt entweder der einen oder anderen Seite zu.

Mit ein paar grundsätzlichen Tricks lässt sich das Pokerspiel ungemein verbessern.

Am Anfang steht immer die nötige Geduld. Wer jede Hand spielt, verliert – wenn er nicht wirklich großes Glück hat oder aber absolut unfähige, weil ängstliche Spieler mit am Tisch sitzen – schnell seine Chips. Ein großer Stack ist jedoch Voraussetzung für aggressives Spiel und für die nötige Sicherheit, um in bestimmten Situationen dem Geschehen entspannt zuschauen zu können. Deshalb gilt: Auf das richtige Blatt warten – dann spielen! Was aber ist das richtige Blatt? Jenes, das einen Erfolg verspricht! Dies herauszufinden, ist Aufgabe von geduldiger Übung.

Natürlich ist auch das Bluffen ein Schlüssel zum Erfolg. Gerade sehr erfolgreiche und erfahrene Spieler beherrschen dieses Strategie und besiegen ihre Gegner oft mit nur wenig Einsatz. Es ist deshalb immer darauf zu achten, was die Mitspieler in gewissen Momenten tun. Provoziere ihre Reaktionen, calle oder raise einfach mal, um zu schauen, was passiert. So lässt sich schnell herausfinden, welcher Taktik und welcher Mentalität sie zuneigen. Wer zum Beispiel den Turn oft für einen sehr hohen Einsatz nutzt, ist recht einfach zu durchschauen.

Nicht jedes Blatt ist auf das Spiel zu setzen. Es ist eine echte Kunst und stets das Ergebnis von Wissen und Erfahren, den richtigen Moment zu erkennen. Professionelle Pokerspieler wissen genau, wann sich der Einstieg lohnt – oder der Ausstieg. Auch dieser ist nicht unbedingt leicht, etwa, wenn der Pott groß ist und die Gier das Denken und Handeln lähmt. Keine Sorge, der Pott wird immer wieder anschwellen, es ist kein Problem, eine große Runde zu verlassen, wenn das Risiko einfach zu groß wird. Mit einem nicht so guten Blatt die Runde zunächst zu verlassen, ist keine Sünde.

Ganz wichtig: Unberechenbarkeit. Diese Devise beherzigen viele Profis, oft spielen sie völlig unterschiedlich und verfolgen dabei trotzdem eine klare Strategie! Zuviel Konzentration, etwa auf die noch fehlenden Karten oder auf das eigene Paar, kostet nicht nur Nerven, auch der Sieg kann flöten gehen. Poker ist ein Spiel, das Engagement und einen klaren Blick erfordert, aber stets auch die Bereitschaft, zur Auseinandersetzung. Die Gegner könnten bei zu langem Zögern ihre eigenen Schlüsse ziehen, was es unbedingt zu vermeiden gilt. Sinnvoll ist es, mal sehr schnell, dann wieder langsam, vor allem aber unvorhersehbar zu spielen. Ein Semi-Bluff kann sich genauso wie ein normaler Bluff anbieten. Wer in seiner Taktik schnell durchschaut ist, muss den Tisch in der Regel auch ganz schnell verlassen.

Bevor der Flop fällt, sind starke Blätter zu spielen. Hohe Paare eignen sich zudem für ein rasantes fast play. Schließlich lässt sich dadurch der Pott schnell mit Chips auffüllen, die am Tisch sitzenden schwachen oder zögerlichen Spieler werden dadurch immens unter Druck gesetzt. Meistens mögen diese Spielertypen solch schnelle Runden überhaupt nicht, sie geben dann bald auf. Deshalb achten hervorragende Pokerspieler in der Phase, die dem Flop vorausgeht, auf eine hohe Pott – Wahrscheinlichkeit.